Barfußläufer berichten: Warum wir es lieben
Ein neues Lebensgefühl durch leguano Barfußschuhe
Barfußläufer W.K:
Ich laufe seit 2 Monaten, fast ausschließlich mit meinen leguanos, es ist ein ganz anderes Gefühl zu laufen. Durch knirschenden Schnee quasi barfuß, den Boden zu fühlen ist einfach herrlich.
Das Laufen macht noch mal ganz anders Spaß
Am Anfang war es etwas gewöhnungsbedürftig, aus dem Haus zu treten und auch bei nassem Boden barfuß zu gehen, aber das Laufen macht noch mal ganz anders Spaß, man spürt, fühlt viel mehr. Ich benutze auch meine Walking Schuhe kaum noch, vermeide dann den Teer und laufe neben dem Weg in der Wiese.
Lustig ist die Kommunikation mit vielen Menschen, die einen auf die „Socken“ ansprechen, bewundern oder ablehnen, leider oftmals den Schritt nicht wagen, sich selbst welche zuzulegen. Argument ist oft, sie sind zu teuer, aber wenn sie wirklich einige Zeit halten, spare ich mir viele verschiedene Schuhe, weil sie zu walken, wandern, in der Arbeit und Freizeit anhabe, mal ausbürsten, mal waschen reicht, keine Schuhe mehr putzen.
Ich mag die leguanos nicht mehr ausziehen
von K.N.
Ich bin die, die am Samstag nach langem Zögern in Lindau ein paar schwarze Leguanos gekauft hat. Entgegen der Empfehlung hatte ich die Schuhe länger als eine Stunde an und muss sagen, ich habe mich super wohl gefühlt und keinerlei Muskelkater gehabt (woraufhin mir meine Mutter erklärte, dass ich ein absolutes Barfusskind war und lange, wenn überhaupt, nur Lederschühchen getragen habe).
Für Blinde sind leguano Barfußschuhe perfekt
Ich bin blind und bin bisher nie barfuß gegangen, weil ich z. B. Glasscherben ja nicht sehen kann. Jetzt habe ich leguano Barfußschuhe getestet. Ich kannte keine Barfußschuhe und war sehr neugierig, als man mir erklärte, dass man damit barfuß gehen kann und keine Angst haben muss sich zu verletzen. Ich habe dann im Rahmen einer Aktion die leguano classic ausprobiert und bin begeistert!
Durch die Barfußschuhe spüre ich als Blinde den Untergrund, ich habe mehr Sicherheit und die Orientierung ist besser
Zuerst war es sehr fremd am Fuß, aber angenehm. Es entsteht ein ganz neues, anderes Bild von einem schon bekannten Weg, weil man den Untergrund richtig spürt. Man spürt tatsächlich Rillen und Übergänge, Unterschiede in der Pflasterung. Beim Gehen war es zu Anfang sehr ungewohnt, aber schon nach einer kurzen Strecke stellte sich ein Gefühl von mehr Sicherheit ein, die Orientierung funktioniert besser. Die Unterschiede in der Leitpflasterung konnte ich deutlich durch die Schuhe spüren. Toll ist auch, dass die Schuhe so rutschhemmend sind, das war das erste, was mir aufgefallen war.
Ein Punkt macht mir aber doch Gedanken, wenn ich mit meinem Führungsstock und den leguanos classic unterwegs bin, dann sieht das aus, als ob die Blinde ihre Schuhe nicht gefunden hätte und jetzt auf Socken unterwegs ist 🙂
Ich habe einigen anderen Blinden von meinen tollen Erfahrungen berichtet und werde das auch weiterhin machen.
Marlies S. aus Wilhelmshaven
Barfußlaufen in leguanos – so kam ich drauf
von Bea
Aus Eiseskälte und Matsch auf den Straßen kommt sie in meine Wohnung und entledigte sich kurzer Hand ihrer Socken. Was zum Himmel? Ist sie des Wahnsinns?
Meine Neugier war geweckt und schon teilte sie mit mir all ihr Wissen ums Barfußlaufen und leguano. Ihre Begeisterung sprang prompt auf mich über: Nur wenig später, begann auch mein Barfußleben. Ein kleiner Funke entfachte mein Feuer für mehr Natürlichkeit im heutigen stressgeplagten Alltag.Doch ganz getreu der Liebe auf den ersten Blick war es nicht! Jahrzehntelang auf normale Schuhe konditioniert muss Mensch neu lernen, natürlich zu laufen. Das bedeutete für mich und meinen Körper viel Arbeit, Geduld und Ausdauer. Doch wie sich inzwischen zeigt, lohnt sich dieser Aufwand, den es schließlich nur zu betreiben gilt bis der Körper die nötigen Muskeln mobilisiert und sich an das neue Laufgefühl gewöhnt hat.
Nun denn, leguano ist seit über anderthalb Jahren stets an meinen Füßen oder im Gepäck. Ob zu Land oder zu Wasser, wenn ganz barfuß nicht noch angenehmer wäre oder die Umweltrückstände nicht die ein oder andere Wäsche verlangen würden, könnte ich sie mir wohl direkt an die Füße tackern. Beim Schwimmen saugen sie sich an die Füße, sodass man volles Gefühl unter Wasser behält und sie schützen den Fuß außerdem vor Verletzungen an nicht-sandigen Wasserufern. Und zu Land ist leguano unschlagbar und höchstpraktisch.
Ob beim Flanieren oder Joggen, zum Wandern oder auf dem Rad – mit einem Paar kann man schon sehr weit kommen. Und wie das das Gepäck erleichtert! Und wenn es dann doch mal 30°C sind, dann lässt man die Socken weg oder geht ganz ohne Schuhkleid, wenn die Hornhaut schon aufgebaut ist und der Untergrund dies zulässt.
Das Joggen aufzugeben war keine Option
Warum ich inzwischen selber so begeistert bin? Noch vor anderthalb Jahren sagte mein Sportorthopäde, ich solle mich mit dem Gedanken anfreunden, das Joggen aufzugeben. Mein Körper könne mit der Belastung nicht umgehen. Es gäbe ja auch alternative physische Aktivitäten, die man machen kann. Trotz andauernder Schmerzen in den Füßen und Knien fand ich diese Information erschreckend. Kurze Zeit später schlichen sich dann blöderweise auch noch Rückenschmerzen ein. Das war in Summe recht ärgerlich und ein Plan zur Beseitigung jeglicher Wehwehchen musste her. Da gab es dann Physiotherapeuten, Personal Trainer, leguanos und viel Training und Schweiß.
Um die Motivation aufrecht zu halten und den Fortschritt zu tracken, nahm ich an diversen Laufveranstaltungen teil, darunter einfache Laufwettbewerbe mit kleineren Distanzen. Für die Abwechslung war auch die Teilnahme am Rheinsberger SwimRun dabei. Bei letzterem war ich um meine leguanos heilfroh, die mich unter Wasser nicht beeinträchtigt haben und in Summe anfühlten, als würde ich ganz normal (also barfuß) schwimmen. Und Verletzungen konnte ich den gefühlsfrei paddelnden Mitschwimmern in ihren Adidas, Asics und Konsorten auch nicht zufügen.
In Summe kann ich zusammenfassen, dass das gesamte Training dazu führte, dass meine Wehwehchen langsam aber sicher das Weite suchten.
Marathons in leguanos? Kein Problem!
Die Belohnung dafür und meine kleine persönliche Krönung des Jahres erlebte ich dann am 14. Oktober. Meine Füße trugen mich im Harz über die unerprobte Distanz von etwas über 22 Kilometern und sportlichem Höhenprofil des Brockenhalbmarathons.
Welcher Barfußschuh für welchen Sport?
Das Sortiment an Barfußprodukten ist recht groß und als Anfänger ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, womit man am besten einsteigt. Auch ich hatte die Qual der Wahl und war froh darüber in einem Geschäft einzukaufen, das eine breite Palette an Marken vertreibt. So konnte ich mich durch den Markt „anprobieren“ und nach Gefühl einkaufen, was mich zu leguano führte. Für mich ist der Classic Schuh nach wie vor der beste Allrounder über viele Sportarten hinweg.
leguano für alle Wetter – und die anderen?
Auch muss man sich bewusst sein, dass die Schuhe nur begrenzt Feuchtigkeit abhalten. Eine tiefe Pfütze oder ein stärker Regenguss und Schneefall führen dann eben auch zu nassen Socken und/oder Füßen. Für mich persönlich ist das überhaupt kein Thema, da durch die im Schuh entstehende Hitze alles extrem schnell trocknet. Und wen es wirklich stört, der greife eben auf wasserfeste Socken zurück, die dann zumindest den Fuß trocken halten.
Ansonsten habe ich auch ein Paar der Marke Vivobarefoot, das ich nicht in dem Umfang trage bzw. tragen kann, da sie nicht die Vielseitigkeit mitbringen. Wasser halten sie genau so wenig ab und durch das härtere verarbeitete Material habe ich von ihnen bei Nässe auch meine Erfahrung mit Blasen sammeln müssen.
Und die FiveFingers – naja, da habe ich die falschen Füße für. Hier erlebe ich ein Produkt, für das ein Fuß gewachsen sein muss und keiner, der für den Fuß entwickelt wurde. Und für den Unwissenden endet die FiveFinger-Erfahrung in einer Fußanpassung, wie frau sie beispielsweise nur von spitzen und hochhackigen Schuhen kennt, wo die Zehen in eine Richtung wachsen, damit sie besser in den Schuh passen. Für mich ist es deshalb einfach kein Produkt, das den Gesundheitsaspekt und die Natürlichkeit widerspiegelt, wie es das Produkt Barfußschuh eigentlich vermittelt.